Klassik
Samstag, 4. Juni 2022
19:00

Eintritt 20 €/
ermäßigt 10 €

Altes Sudhaus im Schloss Seefeld
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Schoenfield & Messiaen mit Solisten des BRSO

Korbinian Altenberger, Violine
Christopher Corbett,
Klarinette
Samuel Lutzger,
Violoncello
Lukas Maria Kuen,
Klavier

Programm:
Olivier Messiaen: "Quatuor pour la fin du temps"
Paul Schoenfield:Trio für Klarinette, Violine und Klavier und "Cafe Music" für Violine, Violoncello und Klavier

Alljährlich finden sich Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zusammen, um sechs Kammerkonzerte pro Saison einzustudieren. In der Regel präsentieren die Ensembles weniger bekannte, aber großartige Werke für verschiedenartige instrumentale Zusammensetzungen:
Ein Schlüsselwerk der Kammermusik des 20. Jahrhunderts und eine hochkarätige Mischung aus Kunst- und Gebrauchsmusik – lässt dieses Mal zwei völlig verschiedene musikalische Welten raffiniert aufeinandertreffen:
Olivier Messiaens dreiviertelstündige, mystische Vision vom »Ende der Zeit«, inspiriert von der Lektüre der Offenbarung des Johannes, führt den Hörer in einen Raum aus Ewigkeit und Unendlichkeit.
Gegenüber dieser mit kunstvollen rhythmischen Mitteln herbeigeführten Versenkung steht der erste Teil im Zeichen von gelebter Musik. Jazz, Klezmer, alte chassidische Melodien – aus diesem Spektrum musikalischer Erfahrungen schöpft der amerikanische Komponist jüdischer Abstammung Paul Schoenfield.

Olivier Messiaen (1908-1992) gilt als Wegbereiter der seriellen Musik und ist einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er stammte aus gebildeter Familie, der Vater war Englischprofessor, die Mutter Dichterin, die dem Sohn ihre musische Begabung mitgab (alle Vokalkompositionen Messiaens beruhen auf eigenen Texten). Sein musikalisches System beruht auf seinen Erfahrungen aus dem Studium der Zahlenmystik, griechischer und indischer Rhythmik, der Vogelsangs und der intensiven Beschäftigung mit den Werken vieler zeitgenössischer Komponisten.
Paul Schoenfield (geb. 1947) begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel und ein Jahr später fertigte er seine erste Komposition an. In seiner Musik bedient er sich verschiedener Stilelemente: Er kombiniert die traditionell-klassische Musik mit folkloristischen Elementen, die insbesondere an Klezmer angelehnt sind, zu einer neuen Einheit. Damit führt er die Tradition amerikanischer Komponisten, angefangen bei George Gershwin fort, deren hervorstechendes Merkmal seit jeher das Zurückgreifen auf populäre Elemente ist. In seinem bisherigen Schaffen nehmen Kammermusikwerke und Solokonzerte den größten Raum ein; daneben existieren Klavier- und Chorwerke, eine Oper und ein Oratorium. Sein mit Abstand bekanntestes Werk ist die „Cafe Music“ für Violine, Violoncello und Klavier mit ihrer prägnanten Rhythmik und ihren kraftvollen Melodien.

Freuen Sie sich auf selten dargebotene, aber absolut hörenswerte Höhepunkte der moderneren Kammermusikliteratur!
Ein Konzertabend, der sicher einen Besuch lohnt!


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